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Pokergewinne und die Einkommensteuer

Poker – egal ob online oder offline – ist eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Einge - man sollt' es gar nicht glauben - betreiben dies sogar professionell und üben dies als Beruf aus. Da man beim Pokern viel Geld gewinnen kann, haben sich manche Spieler vielleicht schon die Frage gestellt wie es denn mit den erzielten Gewinnen in steuerlicher Hinsicht aussieht.

Grundsätzlich lässt sich zu dieser Frage feststellen, dass es – wie fast immer im Leben – auf den Einzelfall ankommt.

Wer legales Pokern als Freizeitbeschäftigung betreibt, erzielt Einnahmen aus legalen Glücksspielen, welche die private Vermögensebene betreffen und steuerfrei sind. Der Lottogewinn, der erfolgreiche Abend im Spielcasino oder der Urlaubsgewinn aus Las Vegas – all dies fällt steuerlich in die gleiche Kategorie und ist zunächst einmal von einer Besteuerung ausgenommen. Anders sieht es mit den Kapitalerträgen aus, welche aus den Gewinnen resultieren – diese müssen bei der Steuererklärung angegeben werden. Ob es sich dabei um Tagesgeldkonten oder langfristige Anlagen handelt spielt keine Rolle. Eine Absetzung als Werbekosten (Anreise, Übernachtung etc.) ist natürlich genauso wenig möglich wie eine Einbringung von Verlusten, da auch die Gewinne nicht der unmittelbaren Besteuerung unterliegen.

Anders als beim Hobbyspieler sieht die Sache beim Profispieler aus:

Dieser erzielt gemäß § 15 EstG (Einkommenssteuergesetz) gewerbliche Einkünfte, welche auch versteuert werden müssen. Hierzu gab es bereits zwei einschlägige Urteile des Bundesfinanzgerichtes, welche diesen Rechtsstandpunkt untermauerten. Wo die Grenze zwischen Freizeitspieler und Profi liegt, wird primär am Zeiteinsatz für das Glücksspiel (wird ein Großteil der Arbeitszeit mit Pokern verbracht?) und an der ernsthaften und nachhaltigen Gewinnerzielungsabsicht festgemacht. Das Bundefinanzgericht ging in einem Fall bei einem Zeiteinsatz von sechs Stunden täglich und einem Gewinn von 1.500 Euro von einem Profi aus. Maßgeblich für die Steuerberechnung sind übrigens die tatsächlich erzielten Einnahmen. Dies bedeutet also, dass alle im Rahmen der Pokertätigkeit getätigten Aufwendungen angesetzt werden können. Eine detaillierte Aufzeichnung aller Ausgaben sollte für einen Profispieler also selbstverständlich sein.

Ein Beitrag von online-finanz.info

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